Installation

Systemaufbau und Prüfung

Zum erfolgreichen Aufbau eines Z-Bus Systems gehen Sie am Besten in den diesen drei Schritten vor:

  1. Aufbau des Z-Bus Systems
  2. Prüfung des Leitungsnetzes, und
  3. Einstellung der Z-Bus Module.

1. Netzaufbau des Z-Bus Systems

Die vieradrige Leitung wird pro Sicherungskreis vom Stromkreisverteiler zu den einzelnen Räumen verlegt. Die Leitungen enden in den Dosen, die später zur Aufnahme der Sender (mit Schaltstellen/Sensoren) und der Empfänger (Aktoren für die Verbraucher) dienen. Sender und Empfänger werden dann alle parallel an dem Ort an die Leitung angeschlossen, an dem sie benötigt werden. Die Zuordnung zwischen Schaltstelle und Verbraucher erfolgt über die identische Adresse.

Z-Bus Systemaufbau: Stromkreisverteiler und Leitungsnetz

Sie können zusammengehörende Schaltstellen und Verbraucher entweder an derselben Phase L oder an unterschiedlichen Phasen L1, L2 oder L3 anschließen.

Wählen Sie pro Sicherungskreis immer die kürzeste und einfachste Verbindung. Die Verlegung der vieradrigen Leitung kann beliebig als Ring-, Stern-, oder als Baumstruktur, oder sogar als Kombination aus allen erfolgen.

Die einzelnen Bus-Adern der Kabel, die im Stromkreisverteiler enden, sollten Sie für eine bessere Übersichtlichkeit auf Reihenklemmen führen. Achten Sie auf eine ordentliche Kennzeichnung nach Kreisen und Räumlichkeiten, auch für eine spätere Überprüfung.

Bus-Adern werden im Stromkreisverteiler am Besten auf Reihenklemmen geführt und gekennzeichnet

Montieren Sie einen Buswiderstand pro Z-Bus Netz, zweckgemäß im Stromkreisverteiler. Er wird zwischen den Leitern N und Bus angeschlossen.

2. Prüfung des Leitungsnetzes

Prüfen Sie die Grundinstallation – vor dem Einbau der Z-Bus Module – auf eventuelle Fehler! Damit können Sie hohen Aufwand bei einer späteren Fehlersuche vermeiden. Stellen Sie vor Einbau sicher, dass:

  • alle zugehörigen Leitungen untereinander verbunden sind,
  • der Buswiderstand korrekt zwischen dem Leiter N und der Busleitung geklemmt ist,
  • mögliche Kurzschlüsse behoben sind.

Messung im spannungsfreien Zustand

Nehmen Sie die folgenden Messungen ohne Netzspannung vor:

Messungen im spannungsfreien Zustand
  1. Prüfen Sie mit einem Ohm-Meter den Widerstand von R_Bus direkt am eingebauten Widerstand. Der Messwert sollte etwa 220 Ohm betragen (siehe Technische Daten).
  2. Prüfen Sie den Widerstand sowohl zwischen den Leitern N und L und zwischen Bus und L. Der Messwert muß unendlich Ohm betragen
  3. Prüfen Sie an den Einbauorten von Sendern und Empfängern den Widerstandswert zwischen den Leitern N und Bus. Der Messwert sollte an allen Stellen ebenso etwa 220 Ohm betragen.
  4. Prüfen Sie auch dort den Widerstand zwischen den Leitern N und L und zwischen Bus und L. Der Messwert muß wieder unendlich Ohm betragen.

Fehlerbehebung

Sollte zwischen N und Bus ein Widerstandswert von null Ohm gemessen werden, so liegt ein Kurzschluss der Busleitung vor.

Messen Sie an zwischen N und Bus unendlich Ohm, so deutet dies auf eine Unterbrechung der Busleitung hin.

Beheben Sie so erkannte Fehler in jedem Fall vor den nächsten Schritten, denn diese verhindern die systemweite Buskommunikation!

Messung unter Zuschaltung der Netzspannung

Schalten Sie im nächsten Schritt die Netzspannung ein und führen Sie die folgenden Messungen durch:

Messungen unter Netzspannung
  1. Messen Sie die Spannung im Stromkreisverteiler. Zwischen den Leitern N und L müssen 230 V~ anliegen. Zwischen den Leitern N und Bus dürfen nur 0 V gemessen werden, da sich beide Leiter auf dem selben Potential befinden.
  2. Prüfen Sie nun an den verschiedenen Einbauorten von Sendern und Empfängern die Spannung zwischen den Leitern N und L bzw. zwischen N und Bus. Es gelten dieselben Messwerte wie im vorherigen Punkt.

3. Einstellung der Z-Bus Module

Gehen Sie auch beim Einbau der Z-Bus Komponenten schrittweise vor. Dies gewährleistet, daß die Anlage auf Anhieb reibungslos arbeitet.

Achtung! Achten Sie bitte im Verlauf der Installation darauf, dass Sie in keinem Fall unter Spannung montieren oder demontieren dürfen. Die Komponenten enthalten Ladungsträger, die bei Stecken oder Abziehen der Komponenten unter Spannung sehr hohe Spannungsspitzen erzeugen. Dies kann zur Zerstörung der Komponenten führen (in diesem Fall wird keine Garantie gewährt). Schalten Sie die Spannung auch nur zu eventuellen Prüfzwecken ein und im Anschluß danach wieder aus.

Prüfen Sie die Funktion des Z-Bus mit dem Einbau von zunächst lediglich zwei Modulen, einem Sender und einem Empfänger:

Test mit nur zwei Teilnehmern

Wählen Sie einen Sicherungskreis. Adressieren Sie den Sender und den Empfänger entsprechend der Adressenliste in der Planungstabelle und bauen Sie beide Komponenten in ihre entsprechenden Dosen ein. Schließen Sie einen Taster und einen Verbraucher an. Schalten Sie die Netzspannung zu und überzeugen Sie sich von der Funktion der ersten beiden Bus-Teilnehmer.

Inbetriebnahme Schritt für Schritt

Nachdem die generelle Funktion des Bus-Systems sichergestellt ist, können Sie nun immer schrittweise einen Raum oder einen Bereich nacheinander fertigstellen und testen.

Bei dieser Vorgehensweise lassen sich eventuelle Fehler einfach erkennen und beheben. Durch Abklemmen einzelner Adern vom Bus im Fehlerfall lassen sich der Ort und der Grund des Fehlers leicht lokalisieren.

Achtung! Vermeiden Sie es bitte in jedem Fall, alle Leitungen komplett zu verlegen, alle Komponenten einzubauen und das System erst dann im Ganzen einzuschalten. Eine anschließende Fehlerbehebung könnte kompliziert sein…

Kurz zusammengefasst

Drei Schritte, mit denen Ihnen der Aufbau eines Z-Bus-Systems garantiert gelingt: So bauen Sie das Leitungsnetz auf, prüfen Sie die Grundinstallation, und nehmen Sie die Module Schritt für Schritt in Betrieb.